Was ist Überschuldung?
Wenn Ihr monatlich zur Verfügung stehendes Einkommen,
obwohl Sie ihren Lebensstandart bereits reduziert haben,
einfach nicht ausreicht, die Raten und anfallenden
Rechnungen sowie die Lebenshaltungskosten zu begleichen,
so gelten Sie als überschuldet. Durch diese
Überschuldung werden bei den Betroffenen Existenzängste
ausgelöst. Die Angst vor den Gläubigern, Angst als
Versager angesehen zu werden, Angst vor dem Verlust von
Auto und Wohnung oder Haus. Diese Ängste macht die
Betroffenen handlungsunfähig oder depressiv und krank.
Wie kommt es zur Überschuldung?
In dem Vertrauen auf ein regelmäßiges Einkommen
finanzieren viele Menschen Konsumgüter durch
Finanzierung über Kredite. Unproblematisch ist die
Aufnahme von Krediten wenn:
-
bei der Aufnahme des Kredites auch ein Rückgang des
zukünftigen Einkommens und eventuelle nicht kalkulierte
Zusatzausgaben mit Berücksichtigung finden.
- der finanzielle Spielraum für die Rückzahlung des Ratenkredites ausreichend groß ist.
Werden diese wichtigen Punkte nicht berücksichtigt, so kann der Verlust des Arbeitsplatzes oder andere gravierende Schicksalsschläge dazu führen, dass die monatlich anfallenden Ausgaben mit dem zur Verfügung stehendem Einkommen nicht mehr beglichen werden können. Bei manchen Menschen tritt die Überschuldung auch dadurch ein, das Sie Schwierigkeiten haben mit dem zur Verfügung stehenden Geld maßvoll zu haushalten. Die Folgen für die Betroffenen sind drastisch: Mahnungen unbezahlter Rechnungen stapeln sich, der Dispokredit der Hausbank wird gekündigt, die Kreditkarte ist nicht mehr zu gebrauchen und wird eingezogen, die Miete kann nicht mehr bezahlt werden und es droht die Kündigung der Wohnung oder des Hauses. In diesem Moment mach viele Betroffene ihre erste Bekanntschaft mit dem Gerichtsvollzieher.